>> sardinien: 10.2012

sardinien wird von vielen sonnenhungrigen zurecht als landschaftlicher geheimtipp gehandelt. v.a. im nördlichen teil des "kleinen kontinents" erlebt man krasse gegensätze in ost und west, entlang der touristisch erschlossenen küste oder dem nach wie vor rückständigen und ländlich geprägten landesinneren. einmal mehr bestätigte sich: touristenmagnete wie die bekannte costa smeralda sind weitaus weniger attraktiv denn unbekanntere küstenwanderungen an der costa paradiso, der einzigartigen mondlandschaft am capo testa oder im nur per schiff erreichbaren parco nazionale de la maddalena. dank guter fähranbindung setzt man bequemer nach bonifacio mit seinen malerischen kreidefelsen auf korsika über 

als die sardische hauptstadt cagliari im inselsüden zu erreichen. wer einen mietwagen hat, wird ohnehin binnen weniger tage ordentlich kilometer sammeln. denn weitere sehenswerte spots in der inselmitte sind auf teilweise abenteuerlichen wegführungen weniger gut zu erreichen wie z.b. die alte, für ihre politischen wandmalereien bekannte banditenstadt orgosolo, die 400m hohe schlucht gola su gorruppu im parco nazionale del golfo di orosei oder die markante felsnadel der cala goloritze nahe bauei, einer kleinstadt mit typischem mezzogiorno-feeling.