>> istanbul: 10.2013

seit nun mehr 5 jahren steht sie auf dem reiseplan, nun endlich hat es geklappt: istanbul, die megacity am bosporus, die stadt, die europa und asien zu verbinden meint. bei einer ost-west-ausdehnung von etwa 100km und geschätzten 13mio einwohnern waren die 8 tage vor ort nicht nur sehr schnell mit inhalt gefüllt, regelmäßig hatte ich den eindruck, die megacity in ihrer größe und dimension nicht fassen zu können, weil sie schier kein ende nimmt und einzelhäuser in diesem urbanen meer schier untergehen. die stadt pulsiert, und das zu jeder tageszeit. schon alleine durch die moscheen inmitten der "skyline" ist das stadtbild sehr eindrücklich geprägt und quasi die steilvorlage für einen kulturschock. ohnehin scheint man nach nur 2 stunden flug in eine völlig andere welt einzutauchen: das geschäftge treiben auf dem großen basar, der stimmen-sing-sang aus den lautsprechern diverser minarette, der duft von gewürzen, turkish coffee, cay, fisch kebab und lahmacun. auf dem programm standen sehr unterschiedliche tagestouren:

angefangen mit den top-highlights im stadtteil eminönü, der hagia sophia, der sultan ahmet moschee, dem topkapi palast, der unterirdischen

cisterna basilica oder der galatabrücke samt dem gleichnamigen turm. ganz anders hingegen das feeling in fatih, wo die touristen hinter dem basarenviertel, der süleyman moschee oder dem chora kloster schnell als unikate im straßenbild auffallen. ganz ruhig hingegen ging es auf dem taksimplatz zu, dafür war die berühmte istikal caddesi mit ihrer historischen straßenbahn umso belebter. anderntags ging es mit einer der fähren auf den asiatischen teil, nach üsküdar und nach kadiköy. natürlich durfte auch eine große bosporus-rundfahrt bis hinauf an die "mündung" ins schwarze meer nicht fehlen. als letzten abstecher ging es "weit" hinein in das innere des asatischen istanbul: eine sprichwörtlich stadtgeographische entdeckungs- reise nach maltepe. direkt neben einem traditionell gebauten gecekondu wachsen hier an den hängen neue stadtquartiere als hermetisch abgeriegelte luxusburgen, die mit dem alten konstantinopel am bosporus so gar nichts mehr zu tun haben und die aus architektonischer sicht ebenso in jeder anderen (europäischen) stadt hätten gebaut werden können.