>> gran canaria 03.2015

wenn ich mich an meine reise auf gran canaria zurückerinnere, fällt mir ein, dass es auf den kanaren tatsächlich regnen kann - und das nicht zu wenig. aber meine erinnerung sagt mir auch, dass ich viele serpentinen gefahren bin, um zu so manch interessantem flecken erde zu gelangen.

doch retrospektiv meine ich, dass diese kanareninsel von allen bisherigen inseln dem begriff "miniaturkontinent" am nächsten kommt: direkt am strand durch die stillen dünen von maspalomas stapfen .. oder durch die einsamen pinienhaine in der afrikanisch anmutenden bergwelt der südhänge. spektakulär war auch die runde um sowie der abstieg in den vulkanschlot der caldera de bandama, der neben geologie auch botanisch sehr interessant ist. auf der fahrt zur westküste kann man nicht nur tief eingeschnittene täler bestaunen, im endeffekt verbirgt sich hinter jeder kurve auf den engen und oftmals schlecht asphaltierten straßen eine neue 

herausforderung hinter dem steuer. doch die fahrt lohnt sich, spätestens dann, wenn man durch die kakteenwelt von tarsatico aufsteigt. oben auf dem grat hat man eine wunderbare sicht auf den anschließenden abstieg zu den steilwänden der rauen güi-güí-küste. natürlich darf auch ein besuch des sagenumwobenen roque nublo, dem auf 1.813m gelegenen wolken-felsen, nicht fehlen. am frühen vormittag, wenn das wahrzeichen gran canarias noch nicht von touristen-scharen umgeben ist, lohnt sich ein besuch allemal. dann hat man nicht nur einen traumhaften blick auf das benachbarte teneriffa, bei dem der teide zum greifen nah erscheint - dann kann man auch ungestört das naturschauspiel mitverfolgen, wenn die monsun-wolken über die umliegenden gipfel schwappen und sich im sinkflug beim erwärmen im wahrsten sinne des wortes in luft auflösen.